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E-Book

Kämpfe von Schulen um Selbstbehauptung

Eine Analyse mit Pierre Bourdieu und der Grounded Theory

AutorLisa Gromala
VerlagSpringer VS
Erscheinungsjahr2018
Seitenanzahl311 Seiten
ISBN9783658235123
FormatPDF
KopierschutzWasserzeichen/DRM
GerätePC/MAC/eReader/Tablet
Preis42,99 EUR
Im Zentrum von Lisa Gromalas Studie steht die Selbstbehauptung von Schulen angesichts ihrer sich wandelnden politischen und gesellschaftlichen Umwelten. Mithilfe theoretischer Konzepte nach Pierre Bourdieu sowie einem qualitativen Forschungsprozess gemäß der Grounded Theory generiert die Autorin anhand von Interviewdaten einen ganzheitlichen Blick auf Schule. Hierbei werden Felder und Außeneinflüsse deutlich, auf die Schulen in ihrem Alltag reagieren müssen, sodass sich ein erweitertes Verständnis schulischer Organisation abzeichnet und sich die Frage nach der gesellschaftlichen Funktion von Schule stellt.?

Lisa Gromala ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen.?

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Blick ins Buch
Inhaltsverzeichnis
Danksagung6
Inhalt7
Abkürzungsverzeichnis12
Abbildungsverzeichnis13
Tabellenverzeichnis14
1 Einleitung15
2 Die Relation von Schule, Staat und Region in der wissenschaftlichen Forschung20
2.1 Entwicklungsforschung der Organisation Schule20
2.1.1 Schule aus Sicht der Schulentwicklungsforschung23
2.1.2 Schule als Organisation und organisationales Lernen26
2.1.3 Die Qualität innerschulischer Beziehungen und Schulentwicklung29
2.1.4 Kritische Reflexion der aktuellen Forschung zu Schulentwicklung und schulischem Lernen31
2.2 Schulpolitik und neue (evidenzbasierte) Steuerung im Schulsystem33
2.2.1 (Aus-)Wirkungen neuer Steuerung auf Schulen im In- und Ausland35
2.2.2 Educational Governance-Studien im Diskurs um neue Steuerung39
2.2.3 Neue Steuerung und außerschulische Umwelt40
2.2.4 Adressierung von Schule durch neue Steuerung41
2.3 Gesellschaftliche und schulische Umwelt42
2.3.1 Veränderte Strukturen und Entstehung von Wettbewerben in Schulregionen43
2.3.2 Interne Bewältigungsstrategien von Schulen in herausfordernden Umwelten44
2.3.3 Fazit46
2.4 Fazit46
3 Zentrale Konzepte einer Feldanalyse nach Pierre Bourdieu48
3.1 Theoretische Grundlagen schulischer Felder49
3.1.1 Professionelle und Laien50
3.1.2 Konstitution, Autonomie und Dynamiken sozialer Felder53
3.1.3 Doxa, Orthodoxie und Heterodoxie56
3.2 Das schulische Feld und die Schule als staatliche Institution59
3.3 Kapital und die Organisation Schule61
3.4 Habitus und Organisation63
3.5 Theorie der Praxis64
3.6 Strategien des theoretischen und praktischen Sinns65
3.7 Distinktion68
3.8 Rezeption Pierre Bourdieus in der (schulischen) Organisationsforschung69
3.9 Fazit72
4 Methodologie einer Schulforschung mittels Pierre Bourdieu und Grounded Theory74
4.1 Methodologische Implikationen Pierre Bourdieus75
4.2 Methodologische Implikationen der Grounded Theory nach Anselm Strauss81
4.3 Methodologische Herausforderungen im Forschungsprozesses84
4.3.1 Die Entdeckung der Macht – Die Bedeutung theoretischen Vorwissens im Forschungsprozess85
4.3.2 Empirische Ermittelbarkeit sozialer Felder86
4.3.3 Untersuchung einer Theorie der Praxis mittels Interviewdaten87
4.4 Fazit89
5 Methodik und Forschungsdesign einer Grounded Theory91
5.1 Datenbasis und Feldzugang: Die BMBF-Verbundprojekte93
5.1.1 BMBF-Projekt: Schulinspektion als Steuerungsimpuls zur Schulentwicklung und seine Realisierungsbedingungen auf einzelschulischer Ebene93
5.1.2 BMBF-Folgeprojekt: Funktionen von Schulinspektion. Erkenntnisgenerierung, wissensbasierte Schulentwicklung und Legitimation95
5.1.3 Transkription, Anonymisierung und Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse97
5.1.4 Theoretical Sampling im existierenden Interviewpool und wissenschaftliche Güte99
5.2 Die erste Phase des Forschungsprozesses: Datenanalyse mittels offenem und axialem Kodieren103
5.2.1 Offenes Kodieren und offenes theoretisches Sampling104
5.2.2 Axiales Kodieren von vier Schulleitungsinterviews106
5.3 Phase zwei des Forschungsprozesses: Durchführung der Hauptinterviews im Folgeprojekt108
5.3.1 Die Datenerhebung im Folgeprojekt109
5.3.2 Gedächtnisprotokolle110
5.4 Phase drei: Theoretisches Kodieren der Hauptinterviews und Generierung der Kernkategorie110
5.4.1 Theoretische Memos und funktionale Schaubilder111
5.4.2 Einstieg in das theoretische Kodieren des Folgeprojektes112
5.4.3 Selektives Kodieren: Die Ermittlung und Ausarbeitung der Kategorien116
6 Die Konstitution von Schule als sozialem Feld121
6.1 Einstellung zur Schülerschaft123
6.1.1 Schülerorientierung125
6.1.2 Leistungsorientierung130
6.1.3 Lehrerorientierung133
6.1.4 Orientierung an Beschulbarkeit und Individuenorientierung137
6.2 Beziehungen schulischer Akteure145
6.2.1 Vertrauensvoll Wechselseitig146
6.2.2 Wertschätzend Einseitig152
6.2.3 Distanziert157
6.3 Organisationsprozesse160
6.3.1 Organisation als Unterstützung162
6.3.2 Organisation als Bewahrung168
6.3.3 Organisation als Belastung172
6.4 Aktivitätsniveau174
6.4.1 Unruhe176
6.4.2 Ruhebedürfnis177
6.5 Zusammenhänge der generierten schulinternen Kategorien178
7 Selbstbehauptungsprozesse des schulischen Feldes182
7.1 Strategien schulischen Erwehrens gegenüber staatlichen Reformen183
7.1.1 Überhöhung184
7.1.2 Akzeptanz189
7.1.3 Verweigerung194
7.2 Bedingungen schulischen Erwehrens198
7.2.1 Wahrgenommene Übergriffigkeit198
7.2.2 Verbindlichkeit206
7.3 Kontexte schulischen Erwehrens gegen staatliche Reformen207
7.3.1 Professionalität schulischer Akteure208
7.3.2 Rahmenbedingungen bei Reformen210
8 Schulische Selbstbehauptungsprozesse in regionalen Feldern212
8.1 Ermächtigen als Strategie zur Bewältigung und Selbstbehauptung angesichts regionaler Wandlungsprozesse213
8.1.1 Aufstiegsbestrebung und Abgrenzung214
8.1.2 Orientierung und Platzierung224
8.1.3 Existenz und Verweilen228
8.2 Schüler*innenknappheit als Bedingung schulischer Ermächtigungsstrategien231
8.2.1 Wettbewerb erster Ordnung232
8.2.2 Wettbewerb zweiter Ordnung234
8.2.3 Fehlender Wettbewerb235
8.3 Kontexte schulischer Ermächtigung in der Region235
8.3.1 Soziale Lage235
8.3.2 Unterstützungspotential der Umwelt239
8.4 Beeinflussung der Ermächtigungsstrategien durch die schulischen Bedingungen und Kontexte241
9 Reflexion und theoretische Einordnung schulischer Selbstbehauptungsstrategien243
9.1 Die Rückwirkungen regionaler Ermächtigung auf die Schule und ihre Wechselwirkungen mit Strategien schulischen Erwehrens243
9.2 Das Phänomen „Selbstbehauptung“248
9.3 Anschlussfähigkeit der Ergebnisse an den bisherigen Stand der Forschung250
9.3.1 Theoretische Einbettung der empirischen Ergebnisse zu schulinternen Kategorien250
9.3.2 Forschungsstand zu Kategorien staatlicher Reformen256
9.3.3 Forschungsstand zu regionalen Kategorien257
9.4 Fazit257
10 Deutung und theoretische Integration der Daten im selektiven Kodieren259
10.1 Organisationen als soziale Felder263
10.1.1 Einstellung zur Schülerschaft als schulische Doxa263
10.1.2 Innerschulische Feldpositionen in Form der Beziehungen schulischer Akteure267
10.1.3 Entmystifizierung organisationalen Lernens268
10.1.4 Die Stabilität und Instabilität schulischer Praxis269
10.2 Das schulische Feld im Wandel: Kämpfe um Machterhalt271
10.2.1 Schulleitungen und Lehrkräfte als Professionelle des schulischen Feldes271
10.2.2 Praktische Selbstbehauptungsstrategien im schulischen Feld275
10.3 Ausdifferenzierung des schulischen Feldes: Regionale Felder von Schule276
10.3.1 Konstitution regionaler Felder277
10.3.2 Praktische Ermächtigungsstrategien in regionalen Feldern280
10.4 Theoretisches Interpretationsmodell der empirischen Ergebnisse282
10.5 Kritische Reflexion der theoretischen Interpretation287
10.6 Theoretisches Deutungspotential von Bourdieu289
10.6.1 Doxa in der Schulforschung289
10.6.2 Ganzheitlicher Blick auf Schule290
10.6.3 Gesellschaftskritik und Gegenwartdiagnose291
10.6.4 Bourdieu in der qualitativen Organisationsforschung291
11 Ausblick293
Literatur295

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